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Archiv vom Januar 2008

3D-Software vs. Hammer und Säge

29.01.2008 von Peter Wolf

Da habe ich mir ein schönes Ei gelegt:

Eine riesige Scheibe als Spritzschutz für die Dusche bestellen und dann vom Transporteur die Weigerung zum Hochtragen bekommen, weil man das Teil sowieso nicht das durch enge Treppenhaus kriege.

Was nun?

Das Ganze im PC simulieren? Immerhin habe ich kürzlich FloorPlan3D DesignSuite zum Testen bekommen und es bereits installiert.

Allerdings: Ein ähnliches Programm hat mich damals auch nicht gewarnt, dass mein Serverschrank viel zu gross für Treppe und Türe sei, obwohl die Pläne sooo gut ausgesehen haben:

Und überhaupt: Ich bin ja schon ein Technologie-Freak, aber man muss auch wissen, was “Verhältnisblödsinn” bedeutet. Nur schon die Installation der Software war damals reichlich tricky, ganz zu schweigen vom Erfassen der Baupläne, der genauen Vermassung und dem virtuellen Hochziehen der Wände.

Und die Benutzerführung von FloorPlan3D sieht nicht derart selbsterklärend aus, als dass das Ganze innert nützlicher Frist zu schaffen wäre.

Was habe ich also getan? Den pragmatischen Ansatz gewählt und im Landi 6 Dachlatten à CHF 1.85 gekauft, auf Mass zugesägt und mir damit einen Rahmen mit den Abmessungen der Scheibenverpackung zusammengezimmert.

Und tatsächlich: Das Treppenhaus ist um 5 Zentimeter zu klein als dass die verpackte Scheibe hindurchpassen würde. Der Transporteur hatte also recht…

Also den ganzen Rahmen auseinandernehmen, zusägen auf die Masse der nackten Scheibe und wieder zusammenschrauben. Und siehe da. Das Konstrukt passt gaaaaanz knapp durchs Treppenhaus.

Und kommt ohne Murksen im oberen Stockwerk an:

Jetzt brauch ich bloss noch ein paar Freiwillige mit Samthandschuhen…

Tausende von Seiten auf einem E-Paper

28.01.2008 von Peter Wolf

Was ist besser als ein gutes Buch? Zwei gute Bücher. Oder Hunderte.

Die alle unterwegs dabeizuhaben, ist allerdings mühsam. Beim Projekt Gutenberg lassen sich zwar Abertausende von Büchern am Laptop lesen, aber dafür sind Internetzugang und Laptop nötig.

Da ist elektronische Tinte viel praktischer. Ihre Anzeige ist gestochen scharf wie ein Laserdruck, und sie kann auf Knopfdruck die Seite neu beschreiben beziehungsweise «umblättern». Beim neuen Sony Portable Reader PRS-505 geschieht die Darstellung in acht Graustufen. Das reicht für elektronische Bücher allemal oder für in PDF umgewandelte PowerPoint-Präsentationen und Word-Dokumente, wenn man zuvor deren Schrift vergrössert hat.

Das Gerät hat die Grösse eines dünnen Buches, kann aber Hunderte von Büchern speichern. Ausser einem USB-Anschluss hats keine Konnektivität. Also weder Wi-Fi- noch Bluetooth-Verbindung. Dafür ist es günstiger als andere E-Books (300 Dollar, aber vorerst nur in den USA erhältlich).

Braucht man so ein Teil? Wer gern am Strand oder in der Skihütte liest, sich aber nie entscheiden kann, was er mitnehmen will, kann auf dem handlichen Reader eine ganze Bibliothek mitführen. Und wer in Bahn oder Flugzeug viel Mails und Texte und Präsentationen lesen muss, kann sich all dies als PDF auf den Reader statt auf den Drucker schicken und spart so einiges an Papier. Allerdings kann man auf dem nicht mal A6 grossen Display keine Notizen anbringen. Ein nettes Spielzeug also, aber nicht dringend notwendig.

Katzen sind wie kleine Kinder

28.01.2008 von Peter Wolf

Wenn man denen was schenkt, haben sie auch mehr Freude an der Verpackung als am Geschenk selber.

Und was machen meine Katzen, wenn man ihnen einen wunderprächtigen Kratzbaum schenkt?

Sie fühlen sich wahnsinnig wohl - in der Verpackung:

Ja, ich weiss, das hat überhaupt nichts mit Elektronik und Gadgets zu tun. Aber ein paar Visits von Katzenfreunden können nie schaden. Und: Wenn Ihr schon mal hier seid, dann schaut Euch gern ein bisschen um in meinem Blog.

Nachtrag 29. Januar 2008:
Die Katzenbüsis scheinen den Blog zu lesen: Plötzlich haben sie den Kratzbaum entdeckt…

Und plötzlich ists ein iPhone ohne Phone

24.01.2008 von Peter Wolf

Was Apple mit dem neuen Software-Update für den iPod Touch gemacht hat, ist eine Frechheit. Aber nur für diejenigen, die bereits einen iPod Touch gekauft haben. Denn das Update, das problemlos über iTunes bezogen werden kann, kostet happige 25 Stutz.

Aber wer das Geld ausgibt oder erst heute einen iPod Touch für 449 Franken (8 GB Speicher) oder 629 Franken (16 GB Speicher) kauft, kann weiss Gott Freude am neuen Gerät haben. Denn plötzlich wird aus dem stinknormalen, betatschbaren iPod im Grunde ein iPhone, das einfach nicht telefonieren kann. Und dafür deutlich leichter und flacher ist.

Neu gibts neben den bekannten iPod-Funktionen jetzt Mail, Karten, Notizen, Aktien und Wetter.

Gut, das Aktien-Tool ist im Augenblick nur etwas für starke Nerven.

Aber Notizen und Wetter möchte ich nach dem ersten Gebrauch nicht mehr missen.

Absolut fasziniernd ist das Karten-Tool. Denn die Softare nützt die Triangulationswerte der Wifi-Stationen und kann beinahe so genau wie ein GPS sagen, wo man sich gerade befindet.

Das Töpli-Display macht das Navigieren auf der Karte ganz einfach und intuitiv, wenn man denn saubere Finger hat.

Auch das Mail-Programm vermag zu überzeugen. Im Zug schreibe ich Mails, die ich dann zuhause oder einfach beim nächsten Hotspot abschicke. Allerdings muss man sich ans Tippen auf dem Touch gewöhnen. Aber Fantastillionen von iPhone-Besitzer haben das ja schliesslich auch gelernt, oder?

Allesschlucker

22.01.2008 von Peter Wolf

Solange die Speicherkarten im Handy oder Fotoapparat stecken, ist ja gut, dass sie so munzig sind (kleiner als ein Fingernagel und trotzdem bis zu 4GB gross).

Wenn man sie aber mal herausnehmen muss, brauchts in der Regel einen Adapter, der sie auf “normale” Grösse bringt, damit sie in die Lesegeräte passen. Bloss hat man diesen Adapter garantiert nie zur Hand, wenn man ihn bräuchte.

Alternative: Der neue Card-Reader für Flash-Memorykarten, der 19 unterschiedliche Kartenarten schlucken kann und auch High Capacity unterstützt. Für die winzigen MicroSD und MMC micro gibts eigene Schlitze, auch mehrere MemoryStick-Formate werden unterstützt.

Kingston Media-Reader, 17 Franken.

BlackBerry-Schutzhülle

22.01.2008 von Peter Wolf

Meine diversen BlackBerries gehören zu den stabilsten Handys, die ich je hatte: Sie hatten unzählige Stürze zu überleben, sei es aus der Hand oder von Tisch und Fensterbank; das einzige, was einem von ihnen den Garaus machen konnte, war ein Taxi, das drüber fuhr. Und selbst dann war nur das Display kaputt und die Dateien konnten immer noch via USB-Kabel ausgelesen werden.

Trotzdem war ich begeistert, als ich an der CES in Las Vegas entdeckte, dass Otterbox nun auch Gehäuse für BlackBerries herstellt (und andere, weniger robuste Smartphones wie iPhone, HP iPaq, Palm Treo oder PDAs). Otterbox ist berühmt für seine wasserdichten, schwimmfähigen Gehäuse, über die man sogar mit dem Auto fahren kann (selber ausprobiert). Das würde ich zwar mit den neuen Modellen nicht machen, weil sie doch einige Löcher aufweisen. Zusätzlich zur Kunststoff-Panzerung mit der Gummi-Umhüllung gibts auch noch eine Plastikfolie, die sich perfekt um alle Tasten schmiegt und sie vor Tropfen schützt. Ist doch Feuchtigkeit der Handys grösster Feind. Löcher hat die Folie lediglich beim Trackball, dem Mikrophon und den Lautsprechern. Dies ist auch der Grund, warum das Ganze nicht wasserdicht ist. Aber es schützt gut gegen Staub, Dreck und Tropfen.

In meinem Praxistest hat sich die Hülle gut bewährt und die Tastatur war auch durch die Folie gut zu bedienen. Ärgerlich ist bloss, dass die Kamera durch die Folie hindurch nur noch verschwommene Bilder liefert. Darum habe ich dort mit einem Skalpell kurzerhand ein Loch ausgeschnitten. Wenn das Gehäuse rückseitig wieder dicht werden soll, kann man ja immer noch einen Klebstreifen drüberkleben.


Freigelegtes Kamera-Auge. Vorteil: keine unscharfen Bilder mehr. Nachteil: es verstaubt total schnell.

Erhältlich unter otterbox.com für 50 bis 60 Dollar, für 190 Dollar auch für Laptops.

Nachtrag 5. Februar: Kristine von Otterbox.com meldet mir gerade zur Verfügbarkeit der Cases:

Looks like we don’t have any available in Switzerland, but we do have one in Norway that sells the Curve cases:

eMCOM AS
Tvetenveien 292
Oslo 0675
Norway
http://www.emcom.no

That would be closer shipping.

Wer denkt sich eigentlich solch doofe Wettbewerbe aus?

20.01.2008 von Peter Wolf

Beim Aufräumen der Küchenschublade auf folgenden Wettberb von Volg und Kahla gestossen:

Mit den Fragen wollt Ihr ja erreichen, dass man Eure Prospekte durchliest:

Aber wie soll man diese Frage richtig beantworten? Sinds denn nun “fast 600 mal” oder exakt “600″?

Gebts doch zu, Volg und Kahla: Ihr wollt doch gar niemanden gewinnen lassen!

Und damits so richtig fies wird, habt Ihr Euch grad noch einen zweiten Stolperstein ausgedacht:

Exportiert Kahla nun in genau “55″ Länder oder seid Ihr in “über 55 Ländern” vertreten?

Du, Volg: Dass Du keine Ahnung hast, wie viele Läden Du eigentlich in der Schweiz so hast, das macht mir Angst.
Und dass Du, Kahla, keine Ahnung hast, in wie vielen Ländern Du eigentlich so präsent bis, ebenso.


Also, 15 Lädeli hat der Volg Jahr dichtgemacht, es bleiben ihm 573, wie man obenstehender Pressemitteilung vom 8. Januar diesen Jahres entnehmen kann. Egal also, was man im Wettbewerbstalon ankreuzt. Es ist falsch! “250″ ist falsch. “400″ ist falsch. “600″ ist falsch. Warum hat man nicht einfach “weniger als 250″, “weniger als 400″ und “mehr als 500″ zum Ankreuzen angeboten?

Abgesehen davon ists sowieso eine strohdumme Frage für einen Wettbewerb in Zusammenhang mit einem Kundenbindungsinstrument: Die Kleberli, die ich draufkleben muss, habe ich ja an meinem Volg um die Ecke bekommen, in dem ich immer einkaufe. Also weiss ich, dass der Volg bei den Leuten ist, wie er sich so gern rühmt. Und ob jetzt 572 andere Gemeinden oder halt nur 500 andere in den Genuss eines eigenen Lädelis kommen, kann ja demjenigen Wurst sein, der eins in seiner Nähe hat. Und wer keins hat, dem hat man ja auch weder Kleberli noch Wettbewerbstalon in die Hand gedrückt…

Hier kommt der 8 Gigabyte USB-Stick

17.01.2008 von Peter Wolf

Kingston hat heute den 8 GB-Stick vorgestellt. Der DT400 kostet 135 Franken und kommt mit dem Daten-Synchronisierungsprogramm MigoSync (läuft nur unter Windows 2000, XP, Vista, nicht unter Mac OS). 2 GB gibts mittlerweilen schon für 30 Franken.

Praktisch: Die Steckerabdeckung ist unverlierbar angemacht, sie wird einfach weggeschwenkt.

Test: Sony Portable Reader PRS-505

16.01.2008 von Peter Wolf

An der CES gesehen und grad gekauft: der neue Sony Portable Reader PRS-505 mit elektronischer Tinte.

Das taschenbuchgrosse Gerät mit dem praktischen Buchdeckel als Schutz ist leicht und gut zu handhaben. Es ist vorerst nicht in Europa erhältlich und kostete im Sony Store in Las Vegas $ 299.

Der Reader im Praxistest:

Strand:
Am Santa Monica Beach wollte ich in der gleissenden Sonne ja eigentlich mit dem Laptop arbeiten: Keine Chance. Weder unter dem Sonnenschirm noch auf der gedeckten Terrasse war auf dem Bildschirm irgendein Kontrast zu erkennen. Also habe ich den Laptop wieder zugeklappt und das ePaper zur Hand genommen. Erstens hat es auch bei direkter Sonneneinstrahlung gestochen scharfen Kontrast, zweitens ists so handlich, dass man es zurückgelehnt mit einem Drink in der anderen Hand benutzen kann. Das Bild sieht aus wie ein Laserdruck, allerdings kann der Inhalt auf Knopfdruck gewechselt werden. Dieser Bildwechsel dauert ein bisschen (ca. eine halbe Sekunde), dann ist die nächste Seite da.

Flugzeug:
Vor dem Flug nach New York habe ich mir alle wichtigen Dokumente in PDFs konvertiert, statt sie auszudrucken So konnte der Laptop oben im Gepäckfach bleiben. Der Reader lässt sich sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand bedienen.

Die Dokumente habe ich mit Adobe Acrobat 8 Professional konvertiert und auf eine SD-Karte überspielt (richtig gelesen: dies ist eines der wenigen Sony-Geräte, das nebst dem MemoryStick auch noch ein anderes, nicht-proprietäres Speichermedium unterstützt).

Mit PowerPoint-Präsentationen gings am besten, die konnte man einfach PDFisieren und sie waren auf dem Reader gut lesbar, weil man in Präsentationen von Haus aus schon anständig grosse Schriften verwendet. Einzig drehen muss man die PDFs dann noch, damit sie hochkant stehen (Document -> Rotate Pages -> Counterclockwise 90 degrees, All pages).

Word-Dokumente im Format A4 werden auf dem nicht mal A6 grossen Display unleserlich klein dargestellt. Man muss vor dem PDFisieren den Schriftgrad durch mehrmaliges Klicken auf die Grösser-Schaltfläche aufpumpen.

Bestehende PDF-Dokumente mit zu kleiner Schrift kann man trotzdem noch recht gut lesen, wenn man die Bildschirmdarstellung um 90 Grad dreht (langer Druck auf die Zoom-Taste) und die Seiten nacheinander in zwei Teilen anschaut.

Bücher:
Ich habe noch keine Bücher heruntergeladen. Die paar mitgelieferten Muster auf dem Gerät sehen aber gut aus. Was ich jedoch schon draufgeladen habe sind Buchdaten aus dem “Project Gutenberg”, die ich noch auf der Festplatte herumliegen hatte, unter anderem Emilia Galotti als 316 kB grosses PDF. Vorteil: gratis. Nachteil: Einige Tippfehler.

Damit hebt sich der Sony Reader erfreulich ab vom iRex, der etwa dreimal soviel kostet und zwar einige tolle Features (unter anderem WiFi und Stifteingabe) an Bord hat, allerdings in seiner Handhabung eine völlige Fehlkonstruktion ist:

• Das fängt an beim Ladestecker, der so lang und klobig ist, dass man jedesmal fürchtet, er breche die fragile Buchse aus dem Gerät, sobald man nur schon fest draufstarrt.

• Zweitens kann man ihn nicht einfach über den USB-Anschluss an der Oberseite mit einem PC verbinden. Diese Buchse ist nämlich nur für USB-Sticks gedacht, mit denen man Dateien auf das Gerät laden kann. Für den PC-Anschluss muss man einen “Travel Adapter” verwenden, der so sperrig ist, dass man sich fragt, was er auf einer Reise verloren hat. Über die USB-Buchse dieses “Adapters” lässt sich der iRex dann an den PC anschliessen. Weil der Adapter ebenfalls an diesem fragilen Anschluss unten am Reader angeschlossen wird, ist an dessen Benutzung nicht zu denken, solange er geladen wird oder am PC hängt.

• Obwohl der Display kaum Strom verbraucht, hält der Akku auch bei geringer Aktivität gerade mal einen Tag.

• Und viertens ist der iRex hässlich im Vergleich zum Sony Reader.

MSN-Manöggeli

11.01.2008 von Peter Wolf

Aus der Abteilung «gaga, aber herzig» ein USB-Spielzeug, das ich an der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas entdeckt habe: Der iBuddy für den MSN Messenger (ab Version 7.5). Sein Herzchen glüht, wenn ein Buddy online geht, und die Flügelchen flattern, wenn eine Nachricht eintrifft. Ausserdem kann er Emoticons erkennen und mit verschiedenen Farben darstellen.

Das 8cm hohe Kerlchen kann an den Monitor geklemmt oder auf den Tisch gestellt werden. Nicht unbedingt nötig zum Compüterlen, aber witzig.
rund 23 Franken. www.i-buddy.com