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Archiv vom Juni 2007

Niemand ist eine Insel - aber Manhattan schon

30.06.2007 von Peter Wolf

Wenn einem vom vielen Rumlaufen langsam die Füsse wehtun, dann ist eine Bootsfahrt genau das Richtige.

In drei Stunden lässt sich so zum Beispiel Manhattan umschiffen. Doch doch, das geht, denn es ist wirklich eine Insel, wie Figura zeigt.

Mit der Circle Line, abgehend vom Pier 83 an der West 42nd Street (212-563 3200) fährt man zuerst gen Süden los, sieht die Freiheitsstatue, umrundet Battery Park und fährt dann die East Side hoch gegen Norden. Nach Unterfahren der Broadway Bridge wähnt man sich plötzlich in einer völlig anderen Welt.
Ein einsamer Wolkenkratzer ragt noch auf, dann kommt man an einem Felsen vorbei, an dem sich die Studenten der Columbia University in Mutproben üben, kreuzt eine quergestellte Eisenbahnbrücke, bis dann plötzlich in der Ferne wieder die gewohnte Ansicht von Manhattan auftaucht.

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Eine Stunde nach iPhone Verkaufsstart

30.06.2007 von Peter Wolf

19:00: Eine Stunde seit Verkaufsstart des iPod-Telefons. Unbeschreibliche Szenen spielen sich ab; ich beschreibe sie hier trotzdem. Der Besuch eines Rockstars ist nichts gegen den Hype, den die Apple-Jünger selber inszeniert haben und der von Apple gehörig geschürt wurde.

Ich habe im Apple-Store an der 5th Avenue noch nie so viele Angestellte gesehen wie in den letzten Tagen. Irgendwie hab ich den Verdacht, dass einfach Leute in schwarze T-Shirts gesteckt und als Claquere beschäftigt hat.

Jeder Kunde, der aus dem Laden rauskommt, wird von einem ganzen Spalier von Apple-Angestellten beklatscht und bejubelt.


Fast jeder Passant zückt seine Digicam und hält die Verrücktheit fest. Schubweise werden neue Kunden in den Laden gelassen. Die Angefressensten unter ihnen haben hier seit Montag ausgeharrt und sich von Freunden verpflegen lassen, wie mir ein chilenischer Reporter bestätigte (der ebenfalls seit 5 Tagen vor Ort ist).

Aebr dass nicht nur Privatanwender, sondern auch Profis bei Apple wahnsinnig gerne Schlange stehen, wissen wir ja schon länger:
Schlange an der NABshow 2007 Las Vegas.

Was auffällt: Fast jeder, der rauskommt und eine iPhone-Schachtel trägt, hängt am Telefon, um seinen Freunden frohe Kunde vom Kauf zu übermitteln.

Also haben all diese Leute schon ein Telefon. Warum kaufen sie nicht einfach einen iPod und ersparen sich die ganze Schlangesteherei…?


Hat ein iPhone ergattert und zeigt es gerne her.


Am Anfang der Schlange nach dem Ende der Schlangensteherei.

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iPhone Verkaufsstart: T minus 3

29.06.2007 von Peter Wolf

Kurzer Statusbericht drei Stunden vor Verkaufsbeginn von der iPhone-Front:

Schlange vor dem Apple-Store in New York wickelt sich um die Längs- und die Breitseite des Blocks.

Weils nicht so einfach wie bei der PlayStation3 ist, das ergatterte Teil anschliesend weiter zu verkaufen (man muss einen 24-Monate-Vertrag mit dem Operator abschliessen), werden dieses Mal die Plätze in der Schlange verkauft: “Buy my spot for $ 5000 and get free chair“, steht auf dem Schild, das ein Typ trägt, der recht weit vorn in der Schlange ist.

Das Medieninteresse ist seit gestern gestiegen. Damals standen erst zwei Satelliten-Ü-Wagen vor und neben dem Store, jetzt sinds schon deren sechs.

Update 2 Stunden vor Verkaufsstart:

Jetzt hat sich die Schlange tatsächlich ein ganzes Mal um den ganzen Block gewickelt (mit Ausnahme abgesperrter kleiner Lücken, damit andere Leute noch in den FAO Schwarz oder den Bally-Laden rein kommen).

Und ein Krankenwagen ist vorsichtshalber auch schon eingetroffen.

Update eineinhalb Stunden vor Verkaufsstart:

Jetzt sinds mindestens sieben Satelliten-Übertragungswagen.

Der Zugang um den Applestore ist grossräumig abgesperrt.

Polizisten sorgen dafür, dass keine Passanten stehen bleiben: “You gotta keep movin’.”

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Laptop-Lüpfer

29.06.2007 von Peter Wolf

Es braucht nicht viel, um dem Laptopbenutzer einen steifen Nacken zu ersparen: Der Bildschirm des Teils sollte auf Augenhöhe sein. Bloss geht dann das Tippen nicht mehr so einfach von der Hand.

Lösung: Eine externe Tastatur und eine Maus anschliessen und den Laptop auf einen Bücherstapel stellen. Elegantere Lösung: eine professionelle Laptop-Halterung wie die transparente Alto Express von Logitech.

Sie sieht gut aus, kostet nicht mehr als ein Buch, bietet zudem Stauraum für die Tastatur und hebt den Bildschirm auf angenehme Arbeitshöhe an.

Preis: 45 Franken.

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So wars im letzten Jahrtausend

29.06.2007 von Peter Wolf

So arbeitete man früher: Mein Mobiltelefon (ein Technophone Natel C) hatte die Anmutung (und Abmessung) eines Backsteins mit Antenne. Und passte somit gut zum Rest meiner damaligen Ausrüstung.

Datenfernübertragung mit Schlepptop und Akustikkoppler

Mein erster Laptop war ein IBM Convertible 5140 aus dem Jahr 1986.

Das schmale 25-Zeilen-Display gab zwei Schlitze frei – die wollten mit Disketten gefüttert werden. Er war quälend langsam, aber man konnte schreiben darauf. Und den Text auf dem anklinkbaren Thermodrucker wieder ausgeben.Er war mit 5,5 kg sogar einigermassen tragbar.

Später gabs dann sogar Laptops mit eingebauter Festplatte (im Megabytebereich). Als ich im 1990 aus dem Londoner Wembley-Stadion einen Text an die Redaktion übermitteln musste, galt es zuerst mal, eine Telefonzelle zu finden. Dann hiess es: Nummer der Redaktionsmodems wählen, Telefonhörer in den „Datenfön“ stecken (der Akustikkoppler, der die Computerdaten in Pfeiftöne übersetzt und so übermittelt). Das ganze geschah derart langsam (rund 300 Baud), dass mans vermutlich schneller diktiert hätte. 20 Jahre später stecken all diese Möglichkeiten und noch viel mehr in einem Handflächengrossen Smartphone wie dem BlackBerry 8800, der darüber hinaus noch ein Multimediacomputer und ein Navigationsgerät ist.

Von links nach rechts: Akustikkoppler Epson CX-21 (mit Kleber “T+T bewilligt”). Sharp PC-4600 (1987) mit max. 40 MB Harddisk. Rechts mein BlackBerry 8800 aus dem Jahr 2007.

Tragbarer Musikplayer

5 Jahre nach dem Walkman brachte Sony den Discman. Er schluckte CDs, und man konnte von Musikstück zu Musikstück springen ohne langes Herumspulen. Doch, doch, das war damals ein echter Quantenspung!

Sony Discman (ab 1984). Tragbarer CD-Player.

Zwei Megapixel und Zweifach-Zoom

Vom Moment weg, als ich meine erste Ixus-Digitalkamera hatte, schaute ich meine analoge Spiegelreflexausrüstung nicht mehr an. Und das waren doch immerhin zwei Nikon-FA-Gehäuse und ein ganzer Koffer voller Objektive und Blitzlichter.

Canon Digital Ixus (ab 2000).

Der Vorläufer moderner PDAs

Mein Atari Portfolio war klein wie eine VHS-Videokassette, hatte Textverarbeitung, Adressverwaltung, Agenda und Tabellenkalkulation an Bord.

Atari Portfolio (1989). 128 kB Arbeitsspeicher.

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Freisprechspiegel

29.06.2007 von Peter Wolf

Dieser Bluetooth-Rückspiegel hat zwei Vorteile:
- Er ist grösser als die meisten normalen Rückspiegel.
- Er hat eine integrierte Freisprecheinrichtung.

Zur Montage wird er einfach über den bestehenden Innenspiegel geklemmt und mit dem eigenen Handy gekoppelt. In roter Leuchtschrift zeigt er dann die Nummer (leider aber nicht auch noch den Namen) des Anrufenden. Taxi-Feeling für Jedermann! (Wobei mir nicht ganz klar ist, weshalb der Taxifahrer bei jedem Blick in den Rückspiegel den aktuellen Stand des Taxameters sehen muss.)
Die Stimme des Anrufenden hört man aus dem rükseitig eingebauten Lautsprecher. Das Mikrofon zum Freisprechen sitzt vorn bei den Bedientasten.
Vossor Plus: 220 Franken. seecode.de oder www.my-natel-shop.ch

Robusto-Tablet-PC mit Griff

28.06.2007 von Peter Wolf

Er sieht so gar nicht wie ein Computer aus – und das ist auch gut so. Der Tablet-PC von Motion Computing (im Bild in der Do­ckingstation) soll vor allem in Spitälern zum Einsatz kommen und wird dort wie ein mit dem Netz verbundener Notizblock verwendet, der allerdings auch noch über einen Barcode-Leser (zur Patienten- oder Medikamenten-Identifikation) und eine Kamera (zur Dokumentation von Heilungsverläufen oder Bildmails an Spezialisten) verfügt. Seine glatte, geschützte Ober­fläche lässt sich einfach desinfizieren.

Er ist zudem noch ein bisschen ruggedized und spritzwassergeschützt, so dass er ein idealer Tablet-PC für den Einsatz draussen ist - zum Beispiel auf dem Gartensitzplatz. Zu dieser Verwendungsmöglichkeit trägt auch das brillante Display bei. Das Gerät sieht bloss schlicht aus, ist aber dennoch voll ausgestattet.

Motion C5: 2800 Franken. motioncomputing.ch

Funkkopfhörer für zwei Telefonie-Arten

27.06.2007 von Peter Wolf

Dieses Headset bedient Internet- und traditionelle Telefonie gleichermassen. Das schnurlose Headset für den Bürogebrauch kann umschalten zwi­schen normaler und computerbasierter Telefo­nie.

Es ist ideal, wenn man den PC vor allem zum VoIP-Telefonieren benutzt und weniger zum Musikhören. Denn bei gewissen Konstellationen schaltet es den Lautsprecherausgang ab.

GN 9350 Headset mit Ladestation: 630 Franken.

BlackBerry-Taschen von Flaschen konstruiert?

26.06.2007 von Peter Wolf

Eine Stunde totzuschlagen am Flughafen: genug Zeit zum Lädele.

Weil das zum BlackBerry 8800 mitgelieferte Case einen eher schwächlichen Gürtelclip hat ( = das Teil ist mir letzte Woche abgebrochen) und auch sonst von bescheidener Qualität ist (das BlackBerry-Schild war innert kürzster Zeit abgeschabt), wollte ich mir ein Original-BlackBerry-Case für 35 Franken kaufen.

Zum Glück hab ichs vorher noch ausprobiert!

Der Magnet, der die Beleuchtung ausschaltet und die Tasten sperrt, ist bei dem Ledertäschchen viel zu weit oben angebracht, so dass der BlackBerry beim Hineinschieben zwar zuerst auf Dunkel schaltet, ganz eingeführt dann aber wieder sein Flutlicht einschaltet.

So ist natürlich nichts mit Strom sparen. Und auch die Tasten sind so nicht blockiert.

Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Montagsfabrikat war oder ob BlackBerry alle Cases so baut. Auf jeden Fall lohnt es sich, das Täschchen rasch auszuprobieren und zu checken, ob es die Displaybeleuchtung ausschaltet.

Henkelmann in ausgezeichnetem Design

26.06.2007 von Peter Wolf

Dieses tragbare Fotolabor wurde auf der CeBIT mit dem iF Product Design Award ausgezeichnet. Aber auch die inne­ren Werte machen Freude: direkter Fotoausdruck ab Speicher­karten und PC, aber auch von Pict­Bridge-fähigen und USB-Direct-Print-Kameras. Auch die Bluetooth-Handycam kann Bilder direkt in die Box schicken. Kurze Zeit später kommen dann 10×15-cm-Fotos in Laborquali­tät aus der kleinen Kiste, die dank optionalem Akku auch mobil einsetzbar ist.

Epson Picturemate PM240: 300 Franken.