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Archiv vom März 2007

Kamerahandys am Konzert

30.03.2007 von Peter Wolf

In den Achtzigerjahren hat mir ein aggressiver Roadie an einem Prince-Konzert ja noch den Film aus der Kamera gerissen, als er merkte, dass ich heimlich fotografiere.

Heute wär das eine Sysiphus-Arbeit, denn fast jeder Konzertbesucher hat heutzutage ein fotofähiges Handy dabei und setzt es auch ein, wie ein Blick von hinten im Zuschauerraum des Hallenstadions auf die Bühne zeigt (auf der im Moment grad Bryan Adams performt).

Kleine Handykunde für Bühnenkünstler:

Halten Zuschauer ein Handy in die Luft und Du siehst nur ein dunkles Etwas, dann nehmen sie die Musiker auf.

Siehst Du den Display, dann nehmen sie die Musik auf.

Bootleggen einfach gemacht (in den Achtzigern hiess es noch “Hometaping is killing Music”, wenn die Musikindustrie heute nur solche Problemchen hätte, könnte sie weiterhin saturiert vor sich hin dümpeln).

(Dass dieses Bild hier erscheint, ist Kollege Johannes B. zu verdanken - ich habe mein Kamerahandy aufgrund früherer schlechter Erfahrungen pflichtschuldig zuhause vergessen. Nein Quatsch: bei meinem Nokia N80 war der Akku leer…)

Bryan Adams selber scheint übrigens kein Problem damit zu haben, dass an seinem Konzert fotografiert wird: Er nahm mehrfach Kameras oder Handycams seiner Fans und fotografierte sich zusammen mit ihnen. Eine sympathische Geste. Und clever obendrein: Sowas loyalisiert die Fans und sorgt dafür, dass sie auch nächstes Mal wieder kommen.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Bryan Adams heute noch das Hallenstadion füllen kann - aber so ist es. Hut ab, Kompliment! Er macht auch alles richtig, gibt den Leuten High fives, wenn er von der hinteren zur vorderen Bühne schreitet. Er gibt dem Girl, das zu ihm auf die Bühne durfte (und ein begeisterndes Duett mit ihm sang) und dessen vier Freunden T-Shirts und Backstage-Pässe. So verankert er seinen Brand und verkauft sicherlich mehr T-Shirts, als wenn er vor dem Konzert einen Werbespot dafür hätte laufen lassen.

Die Zugabe gab er dann wieder auf der kleinen Bühne mitten im Zuschauerraum:

Und weils noch Platz hatte, holte er sich zum Abfeiern noch 20 Fans auf die Bühne:

Zeit sparen beim Musikhören

29.03.2007 von Peter Wolf

Wäre das nicht schön, wenn man zwei Songs gleichzeitig weghören könnte?

Bei www.mashuptown.com geht das! Die lassen nicht nur zwei zusammenpassende Songs gleichzeitig laufen, sondern auch deren Videos.

z. B. Alicia Keys vs Aerosmith:

Abgesehen vom hohen Unterhaltungswert ists gerade noch generationenverbindend, wenn Madonna und Depeche Mode zusammen singen. Oder E.L.O. und Pink. Oder “Seven Nation Army” zeitgleich mit “Sweet Dreams” aus den Boxen schallt. Interessant auch zu hören, wenn Queen “We Will Rock You” zusammen mit AC/DC “Dirty Deeds” singen.

Manchmal tönts ja, wie wenn sich zwei Nachbarn gegenseitig ihre neue Stereoanlage vorführen wollen, aber die meisten Songs wurden so genial ineinander gemischt, dass mans gar nicht merken würde, täte man sie nicht kennen.

uploadtest vom blackberry aus

29.03.2007 von Peter Wolf

Kompakte Videokamera für unterwegs

28.03.2007 von Peter Wolf

Dieser Camcorder ist so klein, dass man ihn immer dabei haben kann, und so schnell gestartet, dass ihm kaum eine interessante Szene entgeht. Statt auf Band zeichnet er auf briefmarkengrosse Speicherkarten auf. Das macht ihn leicht, klein und robust, weil er kaum bewegliche Teile benötigt.

So verträgt auch mal raue Behandlung, einen Sturz aus bis zu 120 cm Höhe oder ein paar Wasserspritzer. Das macht ihn zum idealen Reisebegleiter, und mit seiner Optik mit dem 10fach-Zoom und dem Aufzeichnungsformat MPEG2 bringt er um Klassen bessere Filme mit nach Hause als ein Businesshandy.Obwohl er nicht viel grösser ist (er misst so viel wie zwei übereinandergelegte BlackBerry 8800).

Ausserdem zeichnet er im viel cooleren Format 16:9 auf.

Das mitgelieferte Schnittprogramm für Windows-PC macht aus dem Material im Nu ansprechende Filme. Schade, dass man Soundtrack nicht direkt im MP3-Format darunterlegen kann sondern ihn zuerst (z. B. in iTunes) umwandeln muss. Ansonsten aber ist die Software einfach und intuitiv zu bedienen und beherrscht viele Effekte.

Panasonic SDR-S10 inkl 2GB SD-Karte, 31 x 63 x 114 mm, 182 g: 700 Franken.

Weltweite Community, lokal beschränkt?

28.03.2007 von Peter Wolf

Also irgendwie haben die von facebox.com das nicht so recht geschnallt.

Erstens schauts stark nach Trittbrettfahrerei bei Facebook.com aus.

Und zweitens ist es eine Community mit Firewalls zwischen der deutschen, der französischen, der italienischen und der englischen Mitgliederschar.

Wenn man also eine Einladung aus dem Ausland bekommt und dann denkt, “OK, akzeptieren wir die nette Einladung, denn wir haben ja bereits ein Konto bei Facebox”, dann stellt man fest, dass der Link auf die englischsprachige Version verweist und das Profil dort nicht wexistiert - man also ein weiteres anlegen müsste. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders eines weltumspannenden Netzes sein!

Die wichtigsten Lesezeichen für den mobilen Einsatz

27.03.2007 von Peter Wolf

Heute mal ein Blick auf meine meistgenutzten mobilen Bookmarks:

pda.leo.org: Zum schnellen Übersetzen zwischen Deutsch und Englisch und umgekehrt. Diese Version ist auf die kleineren Bildschirme von PDAs ausgerichtet und funktioniert auch mit Smartphones gut. Natürlich muss man dann auf ein paar Annehmlichkeiten der grossen Website dict.leo.org verzichten wie zum Beispiel die Audiofiles mit der Aussprachehilfe.

wap.sbb.ch: Schnelle und schlanke Fahrplanauskunft für die ganze Schweiz.

wap.zvv.ch: Fahrplanauskunft für Zürich, funktioniert für die ganze Schweiz und ist eine gute Alternative, wenn der SBB-Server mal wieder keine Lust hat.

www.google.com/reader/m: Wer seine News auf dem PC im Google Reader liest, kann dies auch via Handy.

mobile.xing.com: Abgespeckte Version der Xing-Seite (vormals OpenBC). Reicht aus, um Nachrichten zu beantworten und Kontakte zu finden.

del.icio.us: Zugang zu den via PC gespeicherten Bookmarks.

mobile.cash.ch: CASH daily im Handy mit Wirtschaftsnews, Börsenkommentaren und -infos.

Achtung Blackberry-Benutzer: Damit gewisse dieser Seiten richtig dargestellt werden können, muss der Browser in «Optionen/ Browserkonfiguration» auf den Emulationsmodus «Blackberry» oder «Openwave» gesetzt werden.

Entwackelung für Kamerahandys

26.03.2007 von Peter Wolf

Dank dem Handycam-Stativ kommt man auch mal selber mit aufs Bild oder schiesst selbst bei schummrigem Licht unverwackelte Bilder mit dem Selbstauslöser.

Das ist ein weiterer Schritt Richtung richtige Kamera:
Nokia ist jetzt schon stückzahlmässig der grösste Kamerahersteller der Welt - aber etwas fehlte bislang generell bei Kamerahandys, damit sie ernst genommen werden: Das Stativgewinde. Bei vielem anderem haben sich die Hersteller schon sehr gut an die Metapher des klassischen Photoapparats herangetastet: Quere Ausrichtung des Geräts, Auslöser auf der oberen Gehäuseseite statt mit dem Joystick in der Mitte. Trotzdem schaut das Ganze erst wie eine Kamera aus, wenn es selbständig auf drei Beinen stehen kann.

Sony Ericsson lanciert nun endlich ein Kameratelefon-Stativ für seine Cyber-shot–Modelle, das mit seinen flexiblen Beinen und den gut haftenden Standfüssen unverwackelte Selbstauslöser-Aufnahmen ermöglicht.

Sony Ericsson IPK-100: 39 Franken.

Beeindruckende Talentshow in Bettlach

25.03.2007 von Peter Wolf

Im Gegensatz zu mir (vgl. vorhergehender Eintrag zum Oasis-Video) konnten sich die Teilnehmer an der 9. Talentshow in der Mehrzweckhalle Büelen in Bettlach nicht einfach zum Soundtrack cool hinsetzen und hoffen, dass Starregisseur und Cutter dann schon was Schönes draus machen.

Sondern sie mussten liefern und leisten, und es war beeindruckend, was selbst die Kleinsten zustande brachten und welche Performance sie hinlegten.

Natürlich wurde nicht jeder Ton akkurat getroffen und nicht jeder Schritt war im Takt, aber das kann nächstes Jahr ja nur besser werden.

Am Abend war ich dann noch in der Oper beim “Barbier von Sevilla” (danke, Herr Wetter). Dass dort alles auf den Punkt genau stimmte, durfte man erwarten - es waren ja schliesslich alles Profis.

(more…)

Als ich einmal in einem Oasis-Video mitspielte / Teil 2

22.03.2007 von Peter Wolf

Hier ist unsere Version des Wonderwall-Videos:

Heute endlich ist die DVD mit dem fertigen Film bei mir eingetroffen. Die Post Production erfolgte zwar “Near Real Time” (HD-Kamera mit Kabel direkt an Schnittplatz angehängt) und der fast fertige Film konnte am Abend bereits projiziert werden, aber das DVD-Brennen und Verschicken scheint dann doch länger als geplant gedauert zu haben. Deshalb heute erst die Aktualisierung des Beitrags von damals.

Das Making-of habe ich hier schon mal beschrieben, und das Original ist folgendes:

Weitere Bilder aus dem nachgedrehten Video:

Fotokiosk-Premiere

21.03.2007 von Peter Wolf

Morgen Donnerstag wird der Mediamarkt im neuen Sihlcity in Zürich eröffnet. HP stellt dort die erste Fotofinishing-Lösung vor, mit der man seine Fotoprodukte in nur einer Stunde bekommt.

Erstmals können Kunden an einem Terminal ihre Foto-Aufträge aufgeben und nach einer Stunde wieder abholen.

Man kommt mit Speicherkarte, CD oder sonst einem Speichergerät in den Laden,

gibt seinen Auftrag auf,

kauft in der einen Stunde Wartezeit den halben Mediamarkt leer und und kommt nach dem Shopping wieder zurück, um den fertiggestellten Auftrag abzuholen. Zur Auswahl stehen Fotos, Fotobücher, Fotokalender, Grusskarten, Foto-CDs und Poster.

An der Foto-Express-Station kann man gleich selber Bilder ausdrucken lassen: 25 Fotos im Format 10 x 15cm sind in rund 2 Minuten fertig. Auch Handyfotos können per Bluetooth auf die Maschine geschickt und ausgedruckt werden. Das ist allerdings ein bisschen tricky: Der BlackBerry zum Beispiel wird vom Terminal nicht akzeptiert, und die Identifikation der Station erfolgt auch ein wenig kryptisch (s. Bild):

Der Digitalfoto-Markt boomt, sagt HP:
200 Millionen Fotos haben Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2005 zu Hause gedruckt oder entwickeln lassen. 400 Millionen werden es 2008 sein.