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Archiv vom November 2006

Nokia und Yahoo

29.11.2006 von Peter Wolf

Mitch Lazar, Yahoo Vice President Connected Life, sagte heute an der Nokia World in Amsterdam: “People want answers, not links on a mobile phone.”. Und sprach damit an, dass das Nutzungsverhalten halt total anders ist, ob man mobil im Internet unterwegs ist oder ob man mit dem PC browst, wo es weniger schlimm ist, wenn man sich mal im Linkdschungel verheddert.

Ausserdem gaben Nokia und Yahoo noch ihre verstärkte Zusammenarbeit bekannt (Pressemitteilung unter “mehr”.)

(more…)

Kompakter Charger mit einrollbarem Kabel

28.11.2006 von Peter Wolf

Ein Mobiltelefon ist auf Reisen immer so gross wie sein Gehäuse und das zugehörige Ladegerät, welches in der Regel sperrig ist und einen Kabelsalat anrichtet.

Nicht so dieses Reiseladegerät:

Das Kabel zieht sich wie beim Staubsauger ins Gehäuse zurück, das Teil selber misst (ohne Adapter) 102 x 40 x 21 mm.

Ich habe es jetzt schon einige Tage mit unterschiedlichen Handys im Einsatz und finde es extrem praktisch.

Mini Mobile Charger: 50 Franken. www.swisstravelshop.de

High-Definition-Beamer

27.11.2006 von Peter Wolf

Epson präsentierte ihren ersten High-Definition-Beamer. Der macht aus jedem Raum mit
einer freien (Lein-)Wand einen Kinosaal. Nicht nur wegen des Kontrasts von 12000:1, sondern auch, weil er alles in High Definition wiedergeben kann (Full HD mit 1080-p-Auflösung, und das im 16:9-Format).

Er kommt mit den unterschiedlichsten Signalen klar und hat nebst vielen anderen Anschlüssen bereits einen HDMIEingang Version 1.3 für höhere Bandbreiten.

Epson EMP-TW1000: Ab Februar für rund 6000 Franken.

Boaaah, ist das Internet grottenschlecht und verdorben!

25.11.2006 von Peter Wolf

Zumindest wenn man Bild.de glaubt, die sich als eine selber grosse Internetseite natürlich damit auskennt und gestern in ihrer Serie: “Die dunkle Seite des Internets” schreibt:

Der englische Suchbegriff für Gott ergibt bei „Google“, der größten Suchmaschine der Welt, rund 418 Millionen Adressen. Der Suchbegriff für Sex bringt mehr Treffer: Nämlich 432 Millionen Seiten.

Könnte das wohl damit zusammenhängen, dass “Sex” auf Deutsch und Englisch gleich geschrieben wird? Und in vielen anderen Sprachen auch?

Und dass das Resultat leicht anders aussieht, wenn man nur schon die Resultate für “God” und “Gott” zusammenzählt?

Ja, ich weiss, nach “sex” kann man auch noch so suchen:

Nach “gott” aber auch so:

Und dann gibts noch einen Achtungserfolg für “Göttin”:

Was also soll das Ganze? Mit Google (und vor allem wenn mans falsch bedient) kann so ziemlich alles “beweisen”. (vgl. Wikiality).

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Einen guten Beweis dafür, dass man im Steinhaus nicht mit Gläsern werfen sollte (weil man sich dann leicht selber schneiden kann), hat auch BILDblog gefunden:

Die Suche nach Gott ergibt im Archiv von Bild.de 704 Artikel. Der Suchbegriff für Sex (”Sex”?) bringt mehr Treffer: Nämlich 2460 Seiten.
Fündig wird aber auch, wer nach den Themen Vergewaltigung (168), Inzest (44) oder Tiersex (9) forscht.

Liveblogging vom BluewinTV-Einrichten

23.11.2006 von Peter Wolf

Dies ist ein Update zum gestrigen Eintrag 1 x Bluewin TV = 2 Tage ohne ADSL.

12:50
In 10 Minuten sollte der Monteur vorbeikommen, der laut Carsten Schloters Versprechen erst wieder geht, wenn Bluewin TV läuft.

Also wenn er nicht einen Ersatz-Router mitgebracht hat, dann kann er gleich wieder gehen. Denn derjenige, den Bluewin uns angeblich schon am 20. (oder 21. per Express, je nach Hotline-Mitarbeiter) geschickt hat, ist bis jetzt nicht hier eingetroffen


Dafür ist ein Brief von Swisscom Fixnet eingetroffen (Absendedatum 21. November), der zeigt, dass die glatten Cheiben uns wirklich zuerst den Internetzugang abgeklemmt haben und erst danach das neue Modem geschickt haben.

13:00
Monteur hier. Er ist freundlich und hat einen Ersatzrouter dabei. Jetzt kanns losgehen.

13:30
Die Settop-Box steht, aber das mit der Datenübertragung klappt noch nicht so ganz…
Und soeben erfahre ich auch, dass ich hier gar kein VDSL bekomme, sondern dass Bluewin TV weiterhin über ADSL reinkomme, weil wir mehr als einen Kilometer von der Zentrale weg seien- Einen neuen Router brauchts aber sowieso, weil das ganze nun über DHCP läuft (die Vertrösterei der Hotline (”dafür haben Sie aber nachher schnelleres Internet”) war also auch bloss Augenwischerei.

13:58
ADSL läuft (wieder).

14:11
Settop-Box läuft und hat sich die Updates geholt.

14:20
Jetzt kann man sogar Fernsehen. Wenn auch nur etwa 20 Sekunden lang, bis das Bild einfriert. Das hängt damit zusammen, dass man nach dem Zappen für ein paar Sekunden das Bewegtbildsignal für sich alleine hat und es erst danach mit allen anderen Zuschauern teilen muss. Und dies funktioniert hier nicht.

15:36
Jetzt wird mal ausgemessen, wie lang meine Leitung ist: 1400 Meter. Am der oberen Limite für VDSL.

15:49
Die Bluewin-Hotline ruft an und sagt, es gebe gröbere Probleme mit dem Kabel. Und die könne man erst in den nächsten Tagen beheben. Immerhin werde man uns den ADSL-Anschluss nicht wieder abhängen- Und Fernsehschauen können wir ja noch via Cablecom… (wenn auch nicht sonderlich gut).

16:20
Also, Herr Schloter: Wir haben dem Monteur zwar unser Gästezimmer angeboten, er hat aber dankend abgelehnt. Status Quo ist also folgender: Monteur ist wieder gegangen, ADSL und Radio hören über BluewinTV funktionieren. der Program Guide und die fernprogrammierte Aufnahme ebenfalls. Live TV schauen (wofür BluewinTV ja eigentlich gedacht ist, klappt nur 10 Sekunden lang, danach friert das Bild ein.

Ist also BluewinTV nur etwas für Hardcore-Zapper?

19:12
Die Hotline ruft an und sagt, man habe jetzt im B-RAS etwas konfiguriert und ich solle mal nachschauen, ob es jetzt geht. Und tatsächlich:

BluewinTV läuft jetzt auch bei mir!

19:16
Zu früh gefreut:

19:17
Zu früh erschrocken:
Das passiert, wenn eine programmierte Aufnahme startet. Dann kann man eh nicht mehr LiveTV schauen.

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Einen weiteren Erfahrungsbericht vom BluewinTV-Einrichten gibts hier bei Peter Hogenkamp (mit vielen bunten Bildern).

Fotogeografie

22.11.2006 von Peter Wolf

Wer viel unterwegs knipst, verliert irgendwann den Überblick, wo er überall gewesen ist. Und nicht auf jedem Foto ist der Eiffelturm oder die Kapellbrücke im Hintergrund mit drauf, so dass es eindeutig zuzuordnen ist.

Praktisch wäre, wenn die Kamera ihre Bilder gleich selber mit den Aufnahmekoordinaten anschreiben würde. Sowas gibts: Das Navigationsgerät Navman iCN 720 für 1010 Franken hat eine 1,3-Megapixel-Kamera an Bord, deren Bilder automatisch mit Längen- und Breitengrad versehen werden. Nachteil: Unhandlich und schwache Bilder.

Bessere Resultate erhält man, wenn man mit einer guten Kamera fotografiert und ins Informationsfeld der Bilddatei dann die Aufnahmeposition einträgt. Dies muss man nicht von Hand tun, das übernimmt eine Software, die zum kompakten Sony Satellitenempfänger GPS-CS1 dazugehört (Preis: 200 Franken). Er wird auf dem Fotoausflug mitgeführt und registriert fortlaufend die aktuellen Koordinaten und die Uhrzeit. Das Programm “Picture Motion Browser” verknüpft dann im PC jedes Bild mit den zum Aufnahmezeitpunkt registrierten Satellitenkoordinaten. So wird kann auf Google Maps für jedes Foto der genaue Ort markiert werden, an dem es entstanden ist.

Sony garantiert zwar nur, dass es mit ihren eigenen diesjährigen Modellen funktioniert, aber eigentlich sollte es mit den Bildern jeder Kamera klappen, welche EXIF2-Metadaten in die Bilddateien schreiben kann. Obenstehende Aufnahmen wurden zum Beispiel mit einer Pentax Optio A10 geschossen.

Bei aus dem Auto heraus geschossenen Bildern haperts mit der Genauigkeit, weil die Zuordnung ja aufgrund der Aufnahmezeitpunkts erfolgt. Wenn man aber zu Fuss unterwegs ist oder gar schlendert (und die Uhr der Kamera exakt eingestellt ist), dann klappt die Lokalisierung erfreulich genau.

1 x Bluewin TV = 2 Tage ohne ADSL

22.11.2006 von Peter Wolf

Liebe Bluewin,

Wir haben ADSL, für BluewinTV brauchts VDSL, das muss irgendwann umgeschaltet werden. Alles klar. Morgen 23. November um 13h schickt Ihr Euren Monteur zum Einrichten vorbei, und daher sagt Ihr, werde morgen Vormittag unser ADSL nicht funktionieren, weil auf VDSL umgestellt wird.

Darum suche ich natürlich den Fehler wieder mal zuerst bei mir, als gestern 21. November um 15 Uhr zu Hause das Internet ausfällt. Kabel kontrollieren, Router neu starten, fluchen, suchen. Nichts geht mehr.

Heute morgen kommt der detektivisch veranlagte Agent bei der Bluewin-Hotline auf die Idee, zu fragen, ob wir demnächst Bluewin TV bekämen. Daraufhin findet er heraus, dass tatsächlich schon gestern auf VDSL umgeschaltet worden sei.

Anruf bei der Bluewin TV Hotline 0800 081 081. Minutenlanges Musikhören. Dann dem Agent das Problem erklären. Er behauptet, der neue Router (mit dem alten geht nämlich nichts mehr) sei am 20. per Post an uns geschickt worden. Ist natürlich nicht da.

Wieder ein Anruf bei der Hotline. Zum Glück habe ich eine “Case Number” bekommen, dann muss ich dem Kollegen des Call Agents, mit dem ich vorher sprach, nicht mehr die ganze Litanei erzählen. Denkste: Ich bin in einer andern Abteilung gelandet, die können mit der Nummer nichts anfangen und ich kann die ganze Story nochmal runter leiern.

Nach langer Zeit findet der Mann dann raus, dass der neue Router gestern (21. November) per Express an uns geschickt worden sei. Das ist ja noch schöner: Uns zuerst den Internetzugang auf eine andere Technologie umschalten und dann erst das zu deren Nutzung erforderliche Gerät hinterherschicken!

Der Router ist bis jetzt noch nicht eingetroffen. Als ich ihn frage, ob wir denn nicht im Bluewin-Tower selber einen abholen können, damit wir wenigstens heuteAbend arbeiten können, sagt er, wir müssten die Leute dort direkt kontaktieren. Aber hallo: Bin ich die Bluewin TV Hotline oder seid Ihr das?

Und dann muss ich ihn noch selber auf die Idee bringen, dass es nicht das Dümmste wäre, dem Installateur zu sagen, er solle morgen vorsichtshalber einen Reserve-Router mitnehmen.

Wie die User Experience mit Bluewin TV aussieht, werde ich hoffentlich morgen hier berichten können. An den Prozessen muss Bluewin offensichtlich noch ein bisschen schrauben.

(So gehts weiter: Liveblogging vom BluewinTV-Einrichten)

Disclaimer: Es handelt sich nicht um eine Testinstallation (wo ich in Kauf nehmen würde, dass manchmal nichts funktioniert), sondern wir bezahlen wie andere Bluewin-Kunden den vollen Preis fürs ADSL-Abo, weil wirs beruflich fürs HomeOffice benötigen.

Hardcore PowerPointing

22.11.2006 von Peter Wolf

Rednerin krank, Ersatz in Eindhoven, zugeschaltet per Webcam, er sieht auf seinem Schirm das leere Rednerpult, wir sehen ihn aus der Perspektive seiner Webcam und er hat nicht viel Ahnung, welches Slide hier im Saal des KKL Luzern gerade wirklich auf dem Schirm ist oder wie das Publikum reagiert.

Das ist fast so Hardcore wie PowerPoint Karaoke, wo man dem Vortragenden eine willkürlich zusammengegoogelte Präsentation vorsetzt und er soll was Schlaues dazu sagen.

Immerhin, der Sound war OK, und die Slides wurden von einem lokalen PC eingespeist, so dass der Vortrag sehr interessant war.

Zum Beispiel: Wie kriegt man Kinder dazu, dass sie während einem Röntgenuntersuch ruhig daliegen und den Atem anhalten? Indem man ihnen Cartoon-Seepferdchen an die Decke projiziert und sagt, sie sollen den Atem anhalten, während das Tierchen im Wasser sei und erst wieder atmen, wenn sie aus dem Wasser kommen (gleichzeitig schaltet man bei den lieben Kleinen offensichtlich auch das logische Denkvermögen aus, denn Seepferdchen selber würden den Atme, so sie einen hätten, ja wohl kaum im Wasser anhalten. Aber es scheint zu funktionieren, die Strahlenbelastung für die kleinen Patienten konnte um den Faktor 2 bis 4 verringert werden, weil sie nun braver still halten).

Liveblog vom gesamten Speech bei Bruno Giussani in seinem Blog “Lunch over IP.

RSS: Mobiler Stoff für News-Süchtige

21.11.2006 von Peter Wolf

Newsjunkies verlassen ihren Schreibtisch nur ungern, denn dann müssten sie sich abnabeln von ihrem breitbandigen Infodatenstrom.

Mit dem Smartphone die einzelnen Webseiten abgrasen ist schliesslich höchst ineffizient. Es sei denn, man überlässt dies einem RSS-Reader, der die gewünschten Webseiten periodisch besucht und diese bei Veränderungen herunterlädt.

Neuere Handys wie das Sony Ericsson K800i bieten dies auf eine höchst komfortable Art an. Man gibt einfach die Webadresse der entsprechenden Seite ein (für meinen Blog zum Beispiel http://www.cash.ch/blogs/Wolf). Ein Blick auf das geöffnete Programm genügt fortan, um zu sehen, ob neue Informationen bereitstehen.

Je nach Internetseite erkennt das Handy RSS-Feeds sogar automatisch.Auch für andere Handys gibts RSS-Reader (für den BlackBerry zum Beispiel NewsClip unter http://virtualreach.com).

Nicht alles jedoch will man sich auf einem kleinen Display zu Gemüte führen. Oft reicht es, dass man sofort weiss, worum es geht und es sich später detailliert anschauen kann. Nachrichten, die man noch einmal in Ruhe lesen will, sendet man sich daher am besten an eine eigens dafür eingerichtete Mailadresse. So geht einem nichts durch die Lappen, bis man wieder am Pult ist.

Akku leer, habe fertig

20.11.2006 von Peter Wolf

Den Laptop an einer ganztägigen Konferenz zu benutzen, und das womöglich noch online, kann man sich eigentlich abschminken.

So ein Anlass dauert locker mal sechs Stunden. So lange hält kaum ein Akku durch. Im Gegensatz zu den Fortschritten bei Prozessoren und Festplatten hat sich bei den Akkus wenig getan. Der Saftspeicher eines durchschnittlichen Laptops hält in der Praxis (nicht im Prospekt) rund drei Stunden durch.

Und dann ist Mittag. Also dürstets den Laptop dann nach Strom, wenn sein Besitzer Hunger hat. Der hat nun die Wahl zwischen Laden und Magen.

Entweder geht man essen und hat am Nachmittag keinen Saft mehr. Oder man sucht eine Steckdose, harrt neben dem sich regenerierenden Laptop aus und hat am Nachmittag selber keine Energie mehr.

Bis also bessere Batterien kommen, wäre es schön, wenn sich Laptophersteller dazu durchringen könnten, Ladegeräte zu bauen, in denen man auch den
Reserveakku alleine laden kann (Kamerahersteller wie zum Beispiel Pentax können das schon länger). Die Batterie lässt man lieber unbeaufsichtigt als gleich den ganzen Laptop.

Unbequeme Alternative: Ein Zwanzigmeterkabel mitnehmen, am Morgen als Erster im Saal erscheinen und eine der wenigen verfügbaren Steckdosen in Beschlag nehmen.

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Zu diesem Thema noch eine Einsendung von Christina

“Schlaue Kabelsalate am iam (Institut für angewandte Medienwissenschaft). In den sonst so technisch modernen Unterrichtsräumen wird immer noch mit Stromschienen und LAN-Kabeln gearbeitet. aber immerhin gibt es genügend Steckdosen, und somit geht auch niemandem der Saft aus…;-) nach den Vorlesungen geht es dann erst ans Entwirren der vielen Stromkabel.”

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