WOLF RSS  › Forum & Blogs  

Archiv vom Oktober 2006

Kann ich bitte Untertitel zu diesem Telefonat haben?

24.10.2006 von Peter Wolf

Was ich wirklich ganz toll finde:
Wenn mich eine VoIP-Firma anruft und mir ihr neues Voice-over-IP-Produkt zum Testen vorschlagen will und ich den guten Herrn derart schlecht verstehe, weil er vermutlich gerade sein eigenes Produkt in Verwendung hat.

Das erinnert mich an eine CASH-TV-Sendung aus dem Jahr 1997 (oder 1996 ?) über den Autoren des ersten Buchs über “Webphone & Netfax”, der von Paderborn aus via Web mit dem Reporter telefonierte. Weil die Verbindung derart lausig war, war man gezwungen, die Sendung zu untertiteln.

Schlaues Display

24.10.2006 von Peter Wolf

Kollege Piet Baumgartner hat ein interessantes Smart Display vor die Linse bekommen:


Filmbeitrag hier.

Rückenschonendes Laptop-Schleppen

23.10.2006 von Peter Wolf

Dauernd mit dem Laptop unterwegs zu sein, kann spannend sein, auf jeden Fall aber verspannend. Irgendwann spürt sie jeder: Die Spannungen in Nacken und Schulter, die vom ständigen Schleppen der Laptoptasche herrühren.

Weil ich keine Lust auf einen Rückenschaden habe, laufe ich in der Regel mit meinem Fifi herum: einem Rollkoffer, der den Computer und sein ganzes Zubehör aufnimmt und brav hinter einem herdackelt. Eigentlich entlastet fast jede Tasche mit Rollen den Rücken; wenn man damit aber oft unterwegs ist, sollte sie einige Bedingungen erfüllen, damit man sich dann nicht darüber ärgern muss:

Sie sollte entweder so klein sein, dass sie im Flugzeug als Handgepäck durchgeht, oder so robust, dass sie aufgegeben werden kann (und dann aber unbedingt eine herausnehmbare Laptoptasche bieten).

Das Laptopfach muss den Inhalt bei Stürzen schützen und gut gepolstert sein. Die Rollen sollten leichtgängig sein und weit auseinanderliegen (Kippstabilität beim schnellen Laufen).

Wichtig: Die Zugstange muss so lang sein, dass beim Gehen die Fersen nicht am Koffer anstossen.

Seit mehreren Wochen bin ich jetzt mit der neuen Web-Advance- Tasche aus Ballistic-Nylon von Victorinox unterwegs (Preis: 680 Franken), und sie hat bislang auch unsanfte Behandlung schadlos überstanden.

Aber auch günstigere Taschen sind brauchbar, sie bieten einfach nicht derart viele raffinierte Details wie Packnetz für Wasserflasche, drehbaren Handgriff oder gepolsterten Tragegurt, falls man damit mal querfeldein laufen muss.

Der EPG verzapft wieder mal nur Quatsch!

23.10.2006 von Peter Wolf

Also, das Bluewin-Produktmarketing sagt zu EPG-Problemen mit ihrem TV300-Harddiskrecorder:

EPG Datenlieferung funktioniert einwandfrei, wir monitoren das ständig…

Wichtig, die Bandbreite zur Übertragung der EPG Daten ist technisch bedingt begrenzt, d.h. es wird eine Auswahl getroffen nach Sender Marktanteilen in der CH…für SF1, Sf2 bis zu 6 Tagen im voraus, die Deutschen bis 4 Tage und kleinere (z.b. DSF, eurosport, etc.) nur für 2 Tage..

Im Web gibt’s natürlich Details für alle Sender bis 3 Wochen im voraus mit der Möglilchkeit zur Fernprogrammierung.

Also, bei mir stellt sich das ein birebitzeli anders dar. Das gestrige Programm zum Beispiel:


Aber “Hallo Deutschland”, da tummelt sich ja ein ganzer Planet voller Affen!


Bei “Cheers” sah die ganze Beiz schon weisse Elefanten und musste Tiernamen raten.


Land unter!


Und dabei ist South Park doch schon für Kinder nicht geeignet, geschweige denn für Babies!


Richter Alexander Hold musste entscheiden, welche dieser Gegenstände bei der Scheidung welcher Partei zugesprochen werden.


Wieder mal Mord und Totschlag bei der “Tagesschau” (nach einem Buch von Raymond Chandler, mit James Stewart in einer Hauptrolle).


In der “Sternstunde Philosophie” wurde wie üblich viel geschossen und welterobert, Studiogast war dieses Mal James Bond.


Wer nicht fit genug ist für die Abfahrt, für den ist auch der Aufstieg zu den Sternen nichts. Danke, “Space Night”, fürs Ski-Training!


Immer wieder gern gesehen: Der berühmte Film “Sendeschluss” mit Leslie Nielsen an Bord.

Musikschuh

21.10.2006 von Peter Wolf

Apple hat nicht den MP3-Player erfunden. Aber sie haben ihn neu erfunden und zu einer Ikone gemacht. Auch das neuste, diese Woche in der Schweiz lancierte Produkt ist nicht eine bahnbrechende Neu-Erfindung, aber eine sinnvolle und einleuchtende Neukombination. 40% der Jogger hören bereits heute Musik bei ihrem Lauftraining.

Wenn sie dies künftig mit Nike+ tun, dann haben sie nicht nur Sound in den Ohren, sondern auch noch eine Trainerstimme, die Angaben zu zurückgelegtem Weg und Zeit sowie Kalorienverbrauch macht. Diese Informationen stammen aus einem Sensor, der im Schuh versteckt wird und die Daten an einen kleinen ansteckbaren Empfänger eines handelsüblichen iPod Nano weiterreicht.

Der lässt sich dann zuhause mit dem PC verbinden, damit die Daten abgespeichert und online gestellt werden können.

Das Ganze besteht aus mehreren Bausteinen:

- Laufschuh. Unter der Einlegesohle hats eine Aussparung für den Sensor. Die ganze Nike Performance Linie wird nach und nach auf Nike+ umgestellt.

- iPod Nano. Erstmals Trainingskontrolle und Musikhören gleichzeitig. Musik verändert das Lauferlebnis. Echtzeit-Feedback: Eine Stimme sagt, wie viel man schon rannte, wie schnell man unterwegs ist und wie viel noch ansteht. iTunes lädt die gespeicherten Daten aufs Internet.

- Adapter für den Nano (3,5 g schwer). Sobald der Adapter angesteckt wird, erscheint ein neues Menu.

- Sensor (6,5g schwer). Er misst im Schuh die Beschleunigungskräfte. Aus der Dauer der Ruhephase des Fusses am Boden kann die Geschwindigkeit des Läufers errechnet werden. Die Anfangs-Präzision liegt bei 92%, sie kann justiert werden bis auf 97%.

- Coole Textilien dazu mit Fach für den Nano. Dank Spezialbeschichtung lässt er sich durch die textilien hindurch bedienen. Einige Shirts haben einen Kabelkanal für den Kopfhörer.

- www.nikeplus.com für Datenauswertung. Eigene Workouts können dort definiert werden. Community-Features: Man kann Freunde herausfordern. Es gibt eine Top10-Liste global und lokal. Im Athleten- / VIP-Teil kann man optimale Runningmusik herunterladen.
Nike hat eigenes Plattenlabel gegründet für Trainingsmusik.

Profiläufer Cedric hats schon ein paar Tage lang getestet und ist begeistert: „Ich hatte noch nie etwas, was mir die gelaufene Strecke angab, wusste immer nur die Zeit. Beim Vitaparcours weiss man zwar, wie lange er ist, aber sonst hat man diese Angaben nicht. Und auch die Geschwindigkeit wusste man vorher nicht.”

Ich kenne mich, ich bin ein typischer Accessoire-Sportler (beim Gärtnern ists das selbe, Hauptsache Häksler und Kärcher): Nordic Walking finde ich deswegen so cool, weil die Stöcke aus der Weltraumforschung stammen. Wärens bloss zurechtgeschnitzte Äste, würden mich keine zehn Elefanten damit in den Wald bringen. Beim Nike+ wirds ähnlich sein: Hauptsache High-tech, und ich höre erst im Sauerstoffzelt auf zu joggen.

Nike+ Schuh Air Zoom Moire+ (weitere werden folgen): 160 Franken
Sensor für Schuh und Empfänger für iPod Nano: 45 Franken

In den USA wurden seit dem Launch im Sommer über eine halbe Million Stück verkauft.

Panoramabilder leicht gemacht

19.10.2006 von Peter Wolf

Kameras, die mehrere Aufnahmen zu einem Panoramabild zusammensetzen, gibts viele. Dieses kompakte und robuste Modell aus rostfreiem Stahl hilft aber richtig gut beim sauberen Aneinanderreihen der einzelnen Aufnahmen.

So sieht man nicht einfach einen verblassten Bildstreifen am Monitorrand, den man für einen sauberen Anschluss mit dem nächsten Motiv zur Deckung bringen muss, sondern es werden Konturen hervorgehoben, die das Auffinden des zu überlappenden Bildausschnitts leicht machen:

Sehr hilfreich und brauchbar sind auch die vielen anderen Aufnahmemodi. Zum Beispiel der Theatermodus, der die Kameratöne auf stumm schaltet und den Blitz deaktiviert, sodass man sich beim Knipsen nicht unbeliebt macht.

HP Photosmart R967, 10 Megapixel, 3-fach-Zoom: 500 Franken.

Aus 5 einzelnen Bildern setzte die Kamera automatisch die folgenden Panoramaansichten von Paris zusammen.

Bilder aus der Photosmart R967, auf die Hälfte verkleinert und mit 85% JPEG-komprimiert, damit sie hier überhaupt reinpassen. Die Qualität ist also nicht verbindlich.

Und hier noch eine andere Verwendungsmöglichkeit:

Spionagekamera 2.0

18.10.2006 von Peter Wolf

Heutige Spione hättens leichter als die Kämpen des Kalten Kriegs. Die mussten noch eine sündhaft teure Minox-Kamera (siehe Bild) und Spezialfilme benutzen.

Im 21. Jahrhundert aber genügt ein Kamerahandy. Der Däumling mit der Digicam im Bildvordergrund ist nicht nur kleiner als die ehemals kleinsten Ausführungen aus der Analogwelt, er hat auch noch ein Tribandhandy eingebaut, das die geknipsten Bilder sofort via Mobilfunknetz weiterschicken kann. Somit müssen die Aufnahmen nicht mehr auf abenteuerlichen Wegen geschmuggelt werden. Den Film zu verschlucken ist ab sofort ziemlich unnötig.

Aber auch wer keine Geheimagentengelüste hegt kann den Winzling vielfältig einsetzen, denn es gibt auch ausserhalb der Betriebsspionage viele Gründe, beruflich Fotos zu schiessen: Als Gedankenstütze, als Erinnerung oder zur Dokumentation eines Ablaufs oder Ereignisses. Dank der Grösse (84×30×20 mm) und dem geringen Gewicht (72 g) hat man die 1,3-Megapixel-Kamera auch immer dabei. Ganz nebenbei ist sie auch noch ein MP3-Player mit 1 Gigabyte Speicher und ein Telefon mit allerdings gewöhnungsbedürftig umständlicher Tastaturanordnung.

Samsung X830. 500 Franken, ab Nov. erhältlich

Und dann hat Motorola noch ein Analfabetten-Handy gezeigt

17.10.2006 von Peter Wolf

Es soll den Händlern für 25 Dollar überlassen werden, hat eine phänomenale Akkulaufzeit von einem Monat. Dies ist vor allem der “Clear Vision” Anzeige zuzuschreiben, welche ein bistabiles e-Ink-Display ist und so nur beim Bildwechsel Strom verbraucht. Ausserdem ist sie dank der elektronischen Tinte auch bei strahlendem Sonnenschein bestens ablesbar.

Dieses neue Produkt wurde zusammen mit Analphabeten in Indien entwickelt, daher glänzt das Teil auch nicht mit den wahnsinnigsten SMS-Features und Texterkennungsoptionen. Dafür aber führt es mit Sprachausgabe durch die Menüs.

Der starker adaptive Lautsprecher wird automatisch lauter, wenn der Umgebungsgeräuschpegel ansteigt. Ohne dass man irgendwo in einem Menü nach einer Lautstärkeregelungsfunktion suchen muss.

Des weiteren ist es recht robust (weil alles auf einer Platine aufgebaut) und nicht so anfällig gegen Sand, Staub und Feuchtigkeit. Es wird in Indien und Südafrika schon ausgeliefert (Motorola-Chef Valerio Camardella sagt, es lägen bereits 5 Millionen Bestellungen vor), wäre aber sicher auch hier ein geeignetes Seniorenhandy oder ein attraktives Angebot für ein Prepaid-Bundle. In den USA soll es so via Automaten verkauft werden.

Nachtrag 23. Oktober 2006
Kann mir gut vorstellen, dass das Teil bei Senioren beliebter sein wird als das eigentlich für sie gedachte Riesenhandy “Katharina das Grosse”, kritische Würdigung hier in Julias Blog:

Darum heisst das Motorola KRZR so crazy

17.10.2006 von Peter Wolf

So kam das K1 (MotoKRZR) zu seinem crazy Namen:

1999 launchte Motorola das Klapphandy v3688, welches intern KRAMER genannt wurde(Foto links typähnlich). Es war ein bisschen dicklich (fürs letzte Jahrtausend dennoch beeindruckend), aber schlank.

2005 kam das RAZR (rechts im Bild): Es war breit, aber dünn und ist mittlerweilen zu einer derartigen Ikone geworden, dass es sogar in der nächsten Ausgabe des Monopoly-Brettspiels als Spielfigur auftauchen wird.

Und dann hat man die beiden gekreuzt und, nein, nicht ein breites, dickes Handy gebaut, sondern ein schlankes, dünnes (Bild Mitte) und es KRZR genannt (von KRAMER und RAZR)

Das elegante Teil hat einen Opera-Mini-Browser, EDGE Audio/Videostreaming, ActiveSync over the air und Bluetooth Stereo Audio

Geschrieben von unseren beiden leichtgläubigen Reportern Sinone Vero und Ben Trovato

USB-Sticks waschen: Ich bin nicht allein

17.10.2006 von Peter Wolf

Schon zwei Mal habe ich unfreiwillig USB-Speichersticks einem Härtetest in der Waschmaschine unterzogen (den sie bravourös bestanden haben):

Unkapputtbare Schweizer Qualität

Swissbit-USB-Sticks: Immer noch nicht kaputt gekriegt (im Gegensatz zum letzten Mal wurden sie statt mit 40 Grad sogar mit 60 Grad gewaschen. Im 512MB-Stick schawappte sogar noch Wasser herum, als ich ihn in der Waschmaschine entdeckte.)

Jetzt gerade trudelte eine Pressemitteilung nämliche Firma in mein Postfach, in dem sie ähnliche Testimonials von Leuten aufführt, denen das auch passiert ist:

Swissbit fertigt Qualität, die sich gewaschen hat

Bei Speicherprodukten aller Art kommt es in erster Linie auf die Qualität an, denn nichts ist schlimmer als Datenverlust aufgrund mangelhafter Produktions- und Materialbeschaffenheit. (…) In den eigenen Produktionsstätten in der Schweiz und in Deutschland wird zurzeit im Drei- bzw. Vier-Schichtbetrieb gearbeitet. Denn hier wird Qualität geschaffen, die sich auszahlt. Unfreiwillige Härtetests in der Schweiz und Irland bei 40 Grad und Weichspüler für bis zu sechs Wochen beweisen dies.

* Es ist noch nicht lange her, dass der Swissbit Support sich über zwei eingegangene E-Mails besonders freute. Mark Webb aus Irland berichtete darin über seinen SWISSMEMORY™ USB cirrusWHITE, der versehentlich sechs Wochen in der Waschmaschine verbracht hat – ohne dabei Schaden zu nehmen. „Ich hatte meinen cirrusWHITE schon lange vermisst, bis ich ihn letztendlich in einer Gummidichtung meiner Waschmaschine wieder fand. Eigentlich hatte ich ihn schon abgeschrieben, liess ihn dennoch trocknen, da er wichtige Daten beinhaltete,“ berichtet Mark Webb. „Als ich es nach dem Trocknen noch einmal probieren wollte und ihn an meinen PC anschloss, war ich mehr als überrascht: Er wurde sofort erkannt, und sogar alle Daten waren noch drauf. Glückwunsch, das nenne ich Qualität.“

* Auch der Schweizer Unternehmer Martin Maurer unterzog seinen SWISSMEMORY™ USB MiniTWIST versehentlich dem Härtetest Waschmaschine. So berichtete er an Swissbit: „Leider ist mir kürzlich mein 1GB-Stick in die 40 Grad Wäsche geraten. Und erstaunlicherweise hat der Stick nach sorgfältiger Trocknung problemlos seinen Dienst an Mac und PC verrichtet, ohne Datenverlust. Das ist wirklich einmal ein Beispiel von Wertarbeit, ich bin restlos beeindruckt.“