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Archiv vom November 2005

Texas in Zürich im Handy

30.11.2005 von Peter Wolf

Zu Kamerahandys und ihrer Bildqualität mag man stehen wie man will…

Komiker Michael Mittermeier (rechts im Bild, Foto: Hans Friedli / RDB) zum Beispiel sagte mir im Juli letzten Jahres zu diesem Thema: «Ich will mit dem Handy bloss telefonieren!»
MittermeierWolf.jpg
Generell hält und versteht er von Technik nicht viel und es irritiert ihn, wenn ihm bei Auftritten statt Rosen oder ausgebreiteter Arme bloss Kamerahandys entgegengestreckt werden: “Das passiert leider immer öfter. Und dabei gelingen solche Bilder nicht mal - wir haben das bei den Proben mehrfach ausprobiert.”

Er kann aber sowieso nichts mit Kamerahandys anfangen. “Mir wurde mal eins geschenkt: ein ultrateures, völlig up-to-date internettaugliches Aufklappmörderhandy - aber als ich dann die dicke Gebrauchsanweisung sah, hab ichs gleich weiter verschenkt.”
“Wenn ich Bilder machen will, nehme ich einen Fotoapparat. Ich will einfach telefonieren. Ich sage «hallo» und «servus» und am Schluss «auf Wiederhören» und dann lege ich auf.”

Aber egal, ob solche Bilder von Auftritten gelingen oder nicht (tun sie natürlich nur schon wegen der schlechten Lichtverhältnisse nicht, ganz abgesehen vom Verwackeln und der zu grossen Distanz zum Objekt):

Bei immer mehr Konzerten sieht man im Publikum hochgehaltene blau leuchtende Displays von Kameratelefonen

wie heute Abend im Zürcher Kaufleuten beim hervorragenden Auftritt der schottischen Band “Texas”

Dabei schiessen selbst mittelprächtige Digitalkameras nicht bessere Bilder als dieses hier

- also hat ein Telefon erst recht keine Chance.

Folglich geht es gar nicht darum, ein scharfes Bild eines Konzerts zu erstellen (so was findet jeder, der ein Handy bedienen kann, auch im Internet, z.B. hier), sondern darum, zu dokumentieren, dass man auch dabei gewesen ist (”der überbelichtete, unscharfe und verwackelte Fleck da in der Mitte ist Sharleen Spiteri - und ich stand nur 2 Meter von ihr entfernt!”).

Wer noch schlechtere Handybilder von diesem oder auch von anderen Auftritten hat, darf sie mir gerne mailen. Ich werde dann einen schönen Screensaver daraus basteln.

Skype in in der Schweiz

29.11.2005 von Peter Wolf

Skype vergibt seit heute auch Schweizer Festnetznummern - Kollege Benkö hats bereits ausprobiert:

Eine für fast alles

29.11.2005 von Peter Wolf

Wärs nicht schön, wenn man diesen Berg von Fernbedienungen ersetzen könnte durch eine einzige?

Philips hat wieder mal einen Versuch unternommen, dies mit einer Universal-Fernbedienung zu lösen. Das geht auch gut, solange man nur Geräte benutzt, die die Fernbedienung schon kennt (dass Dell auch Fernseher baut, ist Philips wohl entgangen – die Migros-Marke M-Electronic hat man hingegen in die Auswahl aufgenommen - s. Bild unten).

Im Idealfall ist der Fernseher, Videorecorder oder das MediaCenter in der Liste aufgeführt und die Originalfernbedienung noch vorhanden, dann ist das gerät mit wenigen Handgriffen mit der die Universalfernbedienung verknüpft. Natürlich kann das Teil noch mehr als nur ein paar Geräte fernsteuern. Via W-LAN kann es auch auf den PC zugreifen und Bilder von dessen Festplatte aufs eigene Display holen - wenn auch quälend langsam.

Leider hat man nicht nur vergessen, gängige Geräte in die Liste aufzunehmen, sondern auch noch etwas Gravierenderes. Der Touchscreen wird mit einem Stift bedient, den man aber nirgendwo versorgen kann, weil er erst nachträglich in den Lieferumfang gelangte. Ich hab ihn schon drei Mal verlegt, wiil man ihn nirgendwo gescheit verstauen kann. Philips verspricht immerhin, dass das bei der nächsten Produkt-Version gelöst werden soll.

Philips RC9800i: 900 Franken. philips.com

Rettung bei inkompatiblen Steckdosen

28.11.2005 von Peter Wolf

Ich war zwar noch nie derart verzweifelt, dass ich die blanken Drähte meines Laptopnetzteils in eine Hotel-Steckdose gesteckt hätte, in die unsere sechseckigen Schweizer Stecker nicht passen. Dies aber auch nur deswegen, weil ich in der Regel den kompakten Travel-Adapter von Swiss Travel Products dabei habe.

Und seit ich letzte Woche in Paris hängen geblieben bin und dort übernachten musste, habe ich mir geschworen, das Teil auch auf Tagesausflügen immer dabei zu haben.

Es gibt nichts elenderes als langsam zuschauen zu müssen, wie dem Laptop der Lebenssaft ausgeht und den Dreipol-Stecker des Netzteils in der Hand zu halten, der in keine eine ausserschweizerische Steckdose passt.

Der Concierge des “Kyriad Prestige” war dann so nett, zwei Kartonschachteln voller Adapter und liegen gebliebener Nokia-Ladegeräte hervorzuholen, aber der Suche nach einem brauchbaren Adapter war kein Erfolg beschieden. Genausowenig wie derjenigen nach der Säge, mit der er den dritten Stift amputieren wollte.

Aber das ist auf Dauer eh keine Lösung, und auch wenn der zweipolige Stecker dann in französische Steckdosen gepasst hätte: In den USA oder Grossbritannien wär Schluss gewesen. Dann doch lieber einen richtigen Adapterstecker mitführen, um so mehr, als es zu diesem hier auch noch einen USB-Aufsatz gibt, der iPods, BlackBerrys, Ogos, SPVs M500 etc. mit Strom versorgen kann (Input: 110 V bis 240 V. Output: 5.0 V, 500 mA. USB-Adapterkabel nicht im Lieferumfang).

Den MPC-N1 gibts für 47 Franken bei www.swisstravelproducts.com

GPS-Kamera

28.11.2005 von Peter Wolf

Die Photos der GPS-Kamera RICOH Caplio Pro G3, die ich hier schon mal vorgestellt habe, können nun auch in Google Earth geladen werden.


Bild: alta4.com.

GPS-Kamera RICOH Caplio Pro G3, Software GPS PhotoMapper Exif Extractor im Bundle samt GPS und Zubehör ab umgerechnet 2000 Franken bei alta4.com.

NFC: wie Händeschütteln unter Geräten

25.11.2005 von Peter Wolf

Eigentlich war ich ja in Caen, um mir den ersten Feldversuch mit Near Field Communication (NFC) anzuschauen

Rund 200 Einwohner des Städtchens in der Normandie bekamen ein umgebautes Samsung-Handy ausgehädigt. Es besitzt einen eingebauten NFC-Reader, der auf Distanzen von wenigen Zentimetern Daten austauschen kann - man muss es also sehr nahe an das andere Gerät halten. Dies sorgt für Sicherheit, weil so niemand aus Distanz an die Daten herankommt.

Einige der Anwendungsbereiche:


An Infotafeln vor historischen Gebäuden angebrachte „FlyTags“ sorgen dafür, dass das Handy weitere Infos abrufen kann.


So sieht der Tag aus.


Tag auf Pfosten bei einer anderen Sehenswürdigkeit.


Tag auf Tafel.


Bezahlen: Handy an Lesegerät halten statt Kreditkarte hervornehmen.


Auch im Parkhaus lässt sich mit dem Handy zahlen.


Wo ist mein Bus? Auch das sagt einem das Handy nach Kontakt mit dem Busfahrplan. In einer späteren Phase soll man via Handy dann auch gleich das Busticket kaufen können und im Lesegerät am Bus beweisen, dass man einen gültigen Fahrschein hat.

Wieder ein Grund mehr, weshalb ich so gern fliege

24.11.2005 von Peter Wolf

Meine Fähigkeiten als Malfunction Magnet scheinen sich nicht auf Kleingeräte zu beschränken: Bereits das zweite Mal dieses Jahr geht das Flugzeug kaputt, wenn ich von einem Miniflughafen aus den letzten Flug nach Hause nehmen will. Im Sommer wars in Ajaccio auf Korsika, jetzt ist es in Caen in der Normandie.

Wenigstens kann ich die dreistündige Taxifahrt nach Paris nutzen, um zu schreiben und das Blog zu füttern, denn stellenweise habe ich dank der Swisscom-Unlimited-Karte sogar Internet-Zugang.

Nicht dass ich dann von Paris aus noch einen Flug nach Hause hätte, aber dort geht der erste Flug schon um 7:30, so dass ich morgen nicht die ganze Sitzung verpassen werde.

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Nachtrag 25. November 2005
So machts natürlich kaum Sinn, schon um 05:30 aufzustehen und an den Flughafen zu hetzen, wenn dann die Maschine 80 Minuten lang am Boden stehen bleibt und enteist werden muss. Noch ein guter Grund mehr, sich ein paar interessante Sendungen uf den iPod Video zu laden, so dass man wenigstens etwas zu sehen oder hören hat.

Podcasts sind praktisch

24.11.2005 von Peter Wolf

Ist doch schön, wenn man auch nachträglich (und sogar unterwegs) die Sendung noch mal sehen kann, derentwegen man das Wort „Riesenkamel“ überhaupt googlen wollte: MTW gibts seit kurzem als Video-Podcast (mtw.sfdrs.ch) und die Sendung vom 17. 11. 2005 mit dem Beitrag über die Schweizer Forscher, die die Überreste eines riesenhaften Kamels entdeckten, gibts hier herunterzuladen. Der Beitrag lässt sich dann entweder im iTunes auf dem Bildschirm anschauen oder unterwegs auf dem Video iPod.

Beiträge und Informationen über Riesenzwergpinscher, Riesenrosen oder Riesenrussen bitte selber suchen - besser aber nicht mit Google, sondern mit einer der anderen Suchmaschinen, die es tatsächlich auch noch gibt:
www.yahoo.com
www.search.ch
www.a9.com (kann unter anderem auch Bilder bei Flickr.com durchsuchen)
www.altavista.com

Wie versaut sind Suchmaschinen?

24.11.2005 von Peter Wolf

Es begann mit der Suche nach dem Riesenkamel, wie Blick online vor drei Tagen dokumentierte:

“Google, die obszöne Suchmaschine”.

Nun zeichnet sich ab, dass Google auch bei anderen Begriffen, die es nicht kennt, zuerst mal in der untersten Schublade kramt und obszöne Vorschläge präsentiert, wie der BLICK in seiner heutigen Ausgabe aufdeckt und unsere Versuche ebenfalls ergaben:

Suche nach “Riesenlöwe”:
Google riesenlöwe.jpg

Suche nach “Riesenschwein”:
Google Riesenschwein.jpg

Lego-Festplatte

23.11.2005 von Peter Wolf

Dass Film- und Fernseh-Schaffende in Sachen Computer nicht auf der Höhe sind, wurde an anderer Stelle schon beklagt. Wenn zum Beispiel in einer Razzia Computer beschlagnahmt werden, dann schnappen sich die Polizisten in aller Regel nur Monitore und Keyboards, wohl weil Hollywood denkt, der dumme Zuschauer begreife somit automatisch, dass es um Computer gehe.

Was würde andererseits wohl der geneigte Zuschauer denken, wenn überdimensionale Lego-Steine abtransportiert werden? Richtig: “Da hat sich wohl einer LaCie-Festplatten im Lego-Design gekauft!”

Die Lego-Festplatten gibts mit Fassungsvermögen von bis zu 500 GB.